Das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) ist eine der großen bezügeabrechnenden Stellen der Bundesrepublik Deutschland. Für die ca. 236.000 Versorgungs-, Besoldungs-, Lohn- und Vergütungsempfänger erfolgt die zuverlässige und pünktliche Zahlung ihrer monatlichen Bezüge EDV-gestützt.
Zur ordnungsgemäßen, pünktlichen und kundenorientierten Leistungserbringung setzt eine moderne Behörde wie das BEV auf eine modern ausgerichtete IT Landschaft, bei der nach Möglichkeit standardisierte Software und Equipment zum Einsatz kommt.
- Die Standardisierung von Hard- und Software verringert erheblich den durch die IT Administration zu erbringenden Wartungs- bzw. Installationsaufwand bei den bundesweit vorhandenen ca. 1.200 Arbeitsplätzen.
- Zur Unterstützung der internen und externen Geschäftsprozesse wird eine am Kunden orientierte, weitestgehend prozessoptimierte IT-Lösung per Intranet bzw. Internet angestrebt.
Unter Federführung des BEV Referates 36 wurde dies bereits im Projekt BVF online (Besoldung, Versorgung, Familienkasse) umgesetzt. Die in der Vergangenheit am jeweiligen Standort (z.B. Personalbüro, Betreuungsstelle) vorgehaltenen Daten und Akten (z.B. Personalakten) werden heute platzsparend und standortunabhängig durch elektronische Archive, Dokumentenmanagement und zentrale Datenplattformen bereitgestellt. Die Vorteile für den Kunden dabei sind:
- Eine vom Arbeitsort unabhängige und schnellere Bearbeitung der Vorgänge (z.B. Kundendialogdaten) wird sichergestellt.
- Im Internet stehen interaktive Elemente mit Servicefunktionen, wie z.B. Formularservice mit Informationsmaterial zur Verfügung (http://www.bev.bund.de/formularcenter.htm).
- Der Kunde hat im Idealfall sowohl für seine Post, seine Anfragen oder Mails nur noch eine Zugangsstelle.
In Zukunft werden:
- weitere E-Government-Anwendungen umgesetzt, die eine durchgängige Automatisierung von Verwaltungsprozessen ermöglichen. Dies wird zu einer noch effizienteren und schnelleren Abwicklung der Geschäftsprozesse führen.
Weiterhin sind alle Maßnahmen
- darauf ausgerichtet, die Dienstleistungen des BEV ständig im Sinne der Kunden zu verbessern.
Damit ihre Daten bei uns sicher sind werden,
- die elektronisch aufbewahrten bzw. aufzubewahrenden Daten gegen unberechtigten Zugriff gesichert und um die komplexe Systemlandschaft des BEV zu schützen hat das BEV ein Managementsystem zur Informationssicherheit (ISMS) auf Basis von IT Grundschutz aufgebaut und entwickelt dieses weiter.
Aktuell (Stand: 01/2011) im Netz:
1.358 Arbeitsplätze in 184 Lokationen installiert
- 13 lokale Netzwerke in der Hauptverwaltung und den Dienst- und Außenstellen als Client-Server-Installation und
- 100 Telearbeitsplätze sowie 71 Small Offices mit Citrix-Terminalserveranbindung
Bürokommunikationslandschaft
- MS Windows XP Professional
- MS Office 2003
- MS Outlook
Migration nach Windows 7 für 2012 geplant
Contentmanagement im Intranet/Extranet/Internet
- CMS RedDot und
- OpenText Websolutions (Delivery Server)
Dokumentmanagement und Archivierung
Kernprozesse und IT-Unterstützung:
- Versorgungszahlung an ca. 186.000 Versorgungsempfänger
(DATVERS/VERSFEST; Abrechnung)
- Besoldungszahlung an ca. 46.000 Besoldungsempfänger (Paisy)
- Lohn- und Vergütungszahlung für ca. 2.700 Arbeitnehmer (SAP R3 HR)
- Betreuung der ca. 45.000 Leistungsempfänger der Familienkasse (DMS DOMEA)
- Verwaltung der ca. 6.500 Immobilien im Besitz des BEV (LINA)
- Betreuung der des ärztlichen und medizinischen Dienstes (ISÄD, ISMED)
Projekt BVF online:
Das Projekt BVF online befasst sich mit der Reorganisierung der Kernprozesse Besoldung, Versorgung und Familienkasse. Prozessoptimierungen durch Einsatz von Dokumentenmanagement- und Archivsystemen, die Bereitstellung von Dienstleistungen im Internet bzw. dem Formularmanagementsystem sowie die Reorganisation des Intranets stehen im Vordergrund des Projektes.
Projekt SAP VADM:
Schon seit 1995 nutzt das BEV die sich entwickelnde SAP R3 Landschaft. Zur Zeit werden die Module CO, FI, und HR genutzt. Das Projekt SAP VADM hat zum Ziel, die Eigenentwicklungen DATVERS VERSFEST zur Abrechnung der Versorgungsempfänger auf die Standardsoftware SAP HVM VADM zu migrieren. Der Produktionsstart ist für die Abrechnung 01/2012 geplant.